Vielleicht kennst du das auch, dass du in einer Situation bist, die dich einfach nur nervt. Das kann eine Kleinigkeit sein, über die du manchmal grinsen musst, die dich aber an anderen Tagen einfach nur nervt.

Kannst du dir vorstellen, dass in diesem genervt sein auch etwas Gutes stecken kann?

Ich finde es gut, immer mal wieder nach dem Guten zu gucken oder zu suchen, denn manchmal ist das ja doch eher versteckt und nicht sofort sichtbar.

Hier ist ein Beispiel:

An manchen Tagen nervt es mich, dass ich morgens keinen Schritt machen kann, ohne dass ich aufpassen muss, über die Katze zu stolpern. Als Katzenbesitzer hat man ja jeden Morgen wieder die Aufgabe, das eigene Tier vor dem nahenden Hungertod zu retten. Unsere Katze ist jeden morgen so ausgehungert, als hätte sie 4 Wochen nichts zu fressen bekommen.
Ich bin immer froh, wenn sie sich nicht mit ihrer letzten Kraft zum Tierschutzbund schleppt um dort zu klagen, wie schlecht es ihr hier geht...

Jeden Morgen kommt man nicht mal ins Badezimmer, ohne über die Katze zu stolpern. Sie jauelt und miaunzt und jammert und turnt mir vor den Beinen rum.

Einerseits ist es natürlich schnuffig, aber manchmal nervt es mich morgens auch einfach.
Da gehe ich gedanklich schon den Tag und meine to-do-Liste durch und wenn ich dann schon das erste Mal fast auf die Klappe falle, weil ich versuche, die Katze nicht zu treten, dann ist das nicht so prickelnd.

Wer auch eine Katze hat, der kennt das vielleicht.

Gestern war es dann so, dass keine Katze auftauchte. Das ist ungewöhnlich, aber okay. Manchmal verschläft sie auch und sitzt vor der Badezimmertür, wenn ich fertig bin.

Gestern nicht.
Ich komme aus dem Badezimmer: keine Katze in Sicht.
Ich ziehe mich an – keine Katze.
Ich gehe in die Küche – Mira ist nicht zu sehen!

Dann bin ich doch erst einmal auf die Suche nach ihr gegangen.
Es hat lange gedauert, bis ich sie gefunden hatte, denn sie hatte sich ein stilles, verstecktes Plätzchen gesucht, auf dem sie lag und schlief.

Weil sie gar nicht wirklich reagierte, stellte ich mir die Fragen: geht’s ihr gut? Ist sie krank? Fehlt ihr was? Was ist mit ihr?
So habe ich dann einen Großteil des Vormittags damit verbracht, immer wieder nach der Katze zu gucken. Schläft sie noch?
Wie geht es ihr? Frisst sie?
Gegen Mittag hat sie sich dann wieder gezeigt.
Sie war etwas wackelig, hat dann aber gefressen und sich normal verhalten. Puh!

Heute ist alles wieder gut. Sie lief mir wie gewohnt um die Beine rum und forderte energisch ihr Futter.
Heute hat es mich gar nicht so sehr genervt. 😉

Natürlich ist das genervt-sein ein guter Klopfansatz!

Warum nervt mich das?
Es ist doch lieb von der Katze, mir ihre Liebe und Wertschätzung zu zeigen.
Wie fühlt sich das genervt-sein an? Wie nehme ich das wahr? (körperlich? in Gedanken?...)
Woher kommt mir das bekannt vor bzw. wo habe ich mich schon mal so gefühlt?

Ein super Einstieg in eine – vielleicht auch längere – Klopfrunde!

Mein Ansatz ist es, in Situationen, Reaktionen, Dingen, Menschen, die auf den ersten Blick nach allem, aber nicht nach „gut“ aussehen, immer auch das Gute zu finden.

Robert Betz nennt z.B. Menschen, die dich uncharmant auf etwas hinweisen, Arschengel.

Was ist also gut an meinem „genervt sein“ über die Katze?

Wenn sie da ist und „mich nervt“, weil sie mir um die Beine scharwenzelt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass es ihr gut geht!
Darüber habe ich vorher nicht nachgedacht, aber seit ich mir das bewusst gemacht habe, nervt es mich deutlich weniger. Ich freue mich, dass es ihr gut geht!

Das ist jetzt die Frage, die ich an dich weitergebe:

Wenn du eine Situation hast, die dich nervt. Gibt es daran auch etwas Gutes?
Was macht es mit dir, wenn das Generve dann mal nicht da ist?

Ich freue mich, wenn du mir deine Antwort im Kommentar hinterlässt.

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