Lass dir DEIN DING nicht von anderen Leuten kaputt reden!

Lass dir DEIN DING nicht von anderen Leuten kaputt reden!

Schmerz kann viele Gründe haben.
Oft tritt er auch dann auf, wenn du deinem Herzen nicht folgst.
Wenn du Dinge machst, von denen du weißt, dass sie dir nicht gut tun.

Dann sind die Schmerzen ein Zeichen, das dir sagen will:
Hallo? Was machst du da? Das ist doch nicht das, was du wirklich willst?! Lebe deinen Traum! Trau dich!

Wenn du jetzt denkst: toll, das würde ich ja gerne, aber es geht nicht, weil… dann lies bitte unbedingt weiter!

Ich habe 2 persönliche Beispiele für dich, warum du deinem „das geht doch eh nicht“ nicht glauben solltest, was passieren kann, wenn du es doch tust und was möglich ist, wenn du „dein Ding“ durchziehst.

Ich hatte schon früh den Traum mich selbständig zu machen – auch wenn ich zuerst nicht wirklich wusste, womit.

Mein Traum war es, einen eigenen Laden zu haben.
Mit was war nebensächlich.
Und es war wirklich ein Traum und kein Ziel, weil ich überhaupt nicht daran gedacht habe, dass es wahr werden könnte.

Zu der Zeit, als der Traum in mir reifte, steckte ich noch mitten in meiner Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel.
Der Traum rückte in weite Ferne… aber so richtig ging er mir aber nie aus dem Kopf.

Da ich auf großem Fuß lebe (Schuhgröße 43) war es für mich damals (im letzten Jahrtausend, noch bevor ich Zugang zum Internet hatte) echt schwer, Schuhe zu kaufen, die keine Turnschuhe oder Herrenschuhe waren.

Zum Glück hat mein Herz nie für High Heels geschlagen, aber wenn eine Einladung zu einer Hochzeit oder anderen Feierlichkeit eintrudelte, dann sank meine Laune in den Keller.
Turn- oder Männerschuhe machen sich da nicht gut.

Es gab zwar die Möglichkeit, Schuhe per Katalog zu bestellen, aber das waren oft „hässliche Oma – Schuhe“, dann waren sie mir zu breit und mit dem Preis (250 DM und aufwärts) konnte ich mich auch nicht anfreunden.

Ich wusste, dass ich nicht die Einzige mit diesem Problem war und dachte mir:

ein Laden für Schuhe in Übergrößen, DAS wäre es!

Als ich meinen Eltern davon erzählte, wurde ich ausgelacht.

Jemand anderem mochte ich das dann gar nicht mehr sagen.
Außerdem haben mir meine Eltern noch unzählige Gründe präsentiert, warum das NIE gehen würde.
NIE für mich und schon gar nicht hier auf dem Dorf.

Das hat mich so demotiviert, dass ich die Idee wieder verworfen habe.
Geht nicht. Bringt nichts. Brauchst du gar nicht erst versuchen.

Wenige Jahr später hörte ich dann, dass im NachbarORT ein neuer Laden aufmacht.

Ein Schuhgeschäft für Übergrößen

Kannst du dir vorstellen, was in diesem Moment in mir los war?

Mir hatte jemand direkt vor Augen geführt, dass das, was ich mir als unmöglich hatte verkaufen lassen, möglich war!
Auf dem Land und nicht in der Großstadt.
Das Geschäft gibt es jetzt schon viele Jahre und sie haben inzwischen einen großen Internethandel.

In diesen Dimensionen hätte ich das vermutlich nicht hinbekommen, aber vielleicht hätte mir ein „normaler Laden“ ja auch gereicht?!
Daraus habe ich gelernt:

mach dein Ding und lass dir nicht von anderen reinquatschen!

Wie wahr das ist, das durfte ich ein paar Jahre später erleben.

Ich hatte von einem kleinen Jungen gehört, der an Leukämie erkrankt war und dem es richtig schlecht ging.

Ein oder zwei Jahre zuvor war bereits im Nachbarort ein Teenager an Leukämie gestorben…

Ich hatte im Fernsehen einen Bericht über die Möglichkeit einer Knochenmarkspende gesehen und wusste, dass man mit einer Typisierungsaktion dabei helfen könnte, den passenden Spender (der einer Nadel im Heuhaufen gleicht) zu finden.

Den Jungen aus dem Nachbarort kannte ich aber kaum und wollte mich nicht einmischen.
Ich dachte, die Familie oder deren Freunde würden das mit der Typisierungsaktion schon machen. Die hatten aber (verständlicherweise) andere Sorgen und machten es nicht. Sonst auch niemand. Er starb leider.
Und ich hab mich gefragt: warum hast du das nicht einfach gemacht?
Rückblickend hätte ich es natürlich einfach machen sollen…

Den kleinen Jungen, der jetzt erkrankt war, kannte ich auch nicht, seinen Vater nur vom Sehen.

Trotzdem ließ mich der Gedanke nicht los, eine Typisierungsaktion für ihn zu organisieren, denn ich wollte alles in meiner Macht stehende an Hilfe getan haben.

Auch hier (im Jahr 2001) hatte ich noch keinen Zugang zum Internet und habe per Telefon und Brief Kontakt mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) aufgenommen und vorsichtig nachgefragt, wie man sowas organisiert und was es kostet.

Als ich die Infos hatte, habe ich den Vater gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn ich die Aktion organisieren würde.

Für ihn war es natürlich auch komisch, dass jemand „Wildfremdes“ mit dieser Frage ankommt, aber er hat – nach Absprache mit seiner Frau – angenommen.

Kurze Zeit später hat mein Freund seinen Geburtstag gefeiert und dort habe ich zum ersten Mal von meiner Idee, diese Aktion auf die Beine zu stellen, gesprochen.

Der einzige Kommentar, der überhaupt kam – neben ganz viel Schweigen – , war:
lass bloß die Finger davon! Das kannst du nicht machen. Wer weiß, welche Kosten auf dich zukommen. Mach das bloß nicht!

Das sprudelte so aus demjenigen raus und hat mir echt den Abend versaut.

Das wäre ein guter Grund gewesen alles hinzuschmeißen, aber ich wollte nicht!

Am nächsten Tag habe ich meinen Mann (damals noch mein Freund) gefragt, ob er mich unterstützt, wenn ich das trotzdem durchziehe.
Von ihm kam sofort ein: natürlich!

Und so haben wir das dann auch gemacht.

Ich habe die umliegenden Vereine angeschrieben (so richtig mit Brief), eine Location für die Aktion gesucht und gefunden, den Zeitungen geschrieben, mich an das Lokalfernsehen gewandt, Promis angeschrieben, Sponsoren gesucht…

Von den Vereinen kam KEINE Rückmeldung. Nicht mal ein nein. Nichts.

Aber die Zeitungen haben mich super unterstützt, das Fernsehen hat mehrfach berichtet und ab dem Zeitpunkt waren auch einige Vereine mit an Bord.
Außerdem haben sich einige Leute gemeldet, die dann beim Plakate aufhängen geholfen haben.

Zu der Zeit wurden die Typisierungen noch mit einer Blutentnahme gemacht (Heute heißt es ja: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein.) und waren dementsprechend teuer.

Eine Untersuchung kostete 100 DM. Wir haben also nicht nur Knochenmarkspender, sondern auch Geldspender gesucht, damit das abgezapfte Blut auch untersucht werden konnte.
Dafür brauchten wir natürlich auch Ärzte und Arzthelferinnen, die sich aber sofort gefunden haben. Sogar mehr, als wir brauchten.

Es gab soooo viele Leute, die auf den letzten Metern mitgeholfen und dafür gesorgt haben, dass die Typisierungsaktion ein großer Erfolg wurde.
Auch viele unserer Freunde haben mit angepackt.

Es haben sich 1176 Menschen als Spender typisieren lassen und teilweise auch noch 100 DM für die Blutuntersuchung mitgebracht.

Wir haben so viel Geld eingesammelt, dass wir einen Überschuss hatten, der für andere Typisierungsaktionen verwendet werden konnte.
Auf dem Konto waren am Ende der Aktion 130.303,58 DM!

Florian hat es leider nicht geschafft.
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Aber der ganze Aufwand hat sich trotzdem gelohnt, denn von diesen möglichen Spendern durften schon mehrere ihr Knochenmark spenden und mithelfen, Leben zu retten.

Daher meine Tipps für dich:

1. Werde dir zuerst selbst klar, wie wichtig dieses Ziel für dich ist
2. Lass dich nicht von deinem inneren Gebrabbel wie „das wird nie was“ oder „das geht nicht“ aufhalten
3. Erzähle nur den Menschen davon, bei denen du dir sicher bist, dass sie an dich und deine Idee glauben
4. Folge deinem Herzen
5. Finde Menschen, die dich und dein Vorhaben unterstützen

Ich bin wirklich dankbar, dass ich mich von dem negativen Kommentar nicht habe abhalten lassen.
Daher noch einmal mein Appell an dich:

Wenn du eine Idee oder ein Ziel hast, dann zerdenk es dir nicht und lass es dir auch nicht von anderen kaputtreden!!!

Vertraue dir und deinem Gefühl.

Probiere es aus, damit du hinterher nicht feststellen darfst, dass jemand anders das für dich Unmögliche möglich gemacht hat.

Dieser Blogartikel ist ein Beitrag für die Blogparade „Erfolgsfaktor DU“ von Nadja Forster

Hast du dir schon selbst ein Ziel oder einen Wunsch zerdacht?
Wie reagierst du, wenn dir jemand deine Idee sofort ausreden will?
Hast du „dein Ding“ erfolgreich durchgezogen, obwohl es dir niemand zugetraut hat?
Ich freue mich über deinen Kommentar.

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Als Energetischer Coach und META Health Master Practitioner bin ich dein Online-Coach für Klopfen und mehr und begleite dich auf deinem Weg in die Schmerzfreiheit. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann melde dich doch für mein kostenloses Kennenlerngespräch an.
2017-08-10T08:48:26+02:00

6 Kommentare

  1. Uschi 6. September 2016 um 22:00 Uhr - Antworten

    Hallo
    oh du sprichst mir aus dem Herzen. Ich bin seit längerer Zeit arbeitslos inzwischen Hartz IV 35 Jahre als Arzthelferin gearbeitet und anscheinend mit 54 einfach zu alt für den Arbeitsmarkt ausgesiebt eben was ich einfach furchtbar finde in unserer Arbeitswelt.
    Inzwischen habe ich mich glaub ich auch zu verändert und will eigentlich gar nicht mehr in menen Beruf zurück mein Traum war immer ein Kräutercafe oder Wellnesscafe hier im NÜrnberg Umland da es in unserer Gegend einfach keine gemütlichen Cafes mehr gibt alles modern, kalt einfach und steril. Nur komme ich halt gar net aus der Gastronomie und ja wie du schon sagst man findet tausend Gründe um etwas nicht zu machen vor allem wenn man halt gar nix auf der hohen Kante hat. Obwohl ich mich ja für so vieles spirituell interessiere und man soviel weiß aber für einen selber kriegt man es net gebacken und hat keinen Plan. Vielen Dank für Deine immer schönen interessanten Newsletter und liebe Grüße aus Nürnberg Uschi

    • Michaela Thiede 7. September 2016 um 06:59 Uhr - Antworten

      Liebe Uschi,

      danke für die Blumen! 🙂

      Aus der Gastronomie zu kommen ist bestimmt ein Vorteil, wenn man ein Café eröffnet, aber es geht sicher auch anders.
      Wie wäre es, wenn du einfach mal offen lässt, ob es nicht doch klappen könnte?
      Vielleicht gibt es ja jemanden mit dem nötigen Know How, der genau dich als Seele des Cafés sucht?

      Statt „mein Traum wird nie wahr“ könntest du dich einfach fragen: „wie kann mein Traum wahr werden?“
      Ohne, eine Antwort finden zu müssen. Stell dir diese Frage doch immer mal wieder über den Tag verteilt und halte die Augen offen, was dir begegnet.
      Wer weiß… 😉

      Liebe Grüße
      Michaela

  2. Christine 21. September 2016 um 12:13 Uhr - Antworten

    Liebe Michaela,

    das Thema „Lass dir dein Ding nicht von anderen Leuten kaputtreden“ kenne ich nur zu gut. Ich bin Freiberufler im Sprachenbereich und ich bekomme oft zu hören, wann ich denn mal „was Richtiges“ arbeiten würde. Ich hätte doch so viel Talent für Sprachen, dass ich doch auch in ein Büro könnte. Dass ich aber gar nicht in ein Büro will, interessiert keinen.

    Meine Eltern (und bei weitem nicht nur die) betrachten meine Arbeit – und das ist sie wirklich, ich arbeite wöchentlich sicher mehr als 70 Stunden – als mein reines Privatvergnügen, viele Menschen in meinem Umfeld sind schockiert, wie wenig ich verdiene, wollen aber nichts für Übersetzungen oder Sprachunterricht zahlen mit der Begründung „Wieso willst du da Geld dafür, du machst das doch gerne“. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

    Auch bei neuen Projekten heißt es dann häufig „Das kannst du doch nicht machen, das rechnet sich nicht“. Ich finde aber, man sollte nicht immer nur in Zahlen und in Geld rechnen. Natürlich muss am Ende des Monats die Finanzlage klar sein. Aber warum darf Arbeit keinen Spaß machen? Warum wird alles, was Spaß macht, kleingeredet („Ja, für dich ist das doch nur eine Kleinigkeit“)?

    Ich möchte, dass meine Arbeit genauso geachtet und wertgeschätzt wird wie zum Beispiel die meines Mannes (er arbeitet in einem Büro), Nur weil ich große Teile meiner Arbeit von zu Hause aus erledige, heißt das nämlich nicht, dass ich den ganzen Tag auf dem Sofa sitze und frei habe.
    Da muss noch ein großes Umdenken in den Menschen stattfinden, denke ich.

    Und für progressive Ideen und Flexibilität sind wir Franken im Allgemeinen sowieso nicht bekannt – hier ist eher das Motto „Des mach mer so wie mer des scho immer gemacht ham“. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit von Nöten.

    Und – jetzt richte ich mich an Uschi: Wenn du das Café eröffnest, dann bin ich deine erste Besucherin! 🙂

    Viele liebe Grüße
    Christine

    • Michaela Thiede 21. September 2016 um 16:27 Uhr - Antworten

      Liebe Christine,

      hier ist es das „watt de Buer nich kennt, datt fritt he nich“. (Was der Bauer nicht kennt, dass (fr)isst er nicht).

      Umso schöner, dass du dich trotz aller Widerstände nicht davon abhalten lässt das zu tun, was dir am Herzen liegt.

      Es gibt noch viele Glaubenssätze zum Thema Geld, die gesellschaftlich überholt werden dürfen, wie z.B. „man muss hart für sein Geld arbeiten“ und „erst die Arbeit und dann das Vergnügen“. Das Arbeit und Vergnügen sich nicht ausschließen müssen (und auch nicht ausschließen sollten) ist leider noch nicht überall angekommen.

      Vielleicht gehören wir zu den Pionieren, die „einfach trotzdem machen, was sie wollen“ – auch, wenn es nicht immer einfach ist.
      Einfach, weil wir es müssen.

      Liebe Grüße & viel Erfolg
      Michaela

  3. Peter 17. Oktober 2016 um 18:16 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für deinen tollen Artikel,
    lieben Michaela.
    Sehr schön, dass due den Gedanken des „Kaputtredens“ aufgreifst. Ich denke, diese Erfahrung haben die meisten Menschen schon einmal gemacht. Ich finde es wichtig solche Erfahrungen zu teilen. Oft denken wir, dass es uns nur ganz alleine so ergeht. Vielen Dank für den Mut und die Offenheit.
    Ich denke, dass man bei neuen Ideen vorsichtig sein sollte, ob, wann und wie man sie veröffentlicht. Gerade in der ersten Freude ist jeder sehr schnell zu verunsichern. Viele meiner Ideen und Ziele sind auf dem Altar der Veröffentlichung geopfert worden.
    Seit geraumer Zeit behalte ich neue, vor allen Dingen verwegene Ideen erst einmal für mich. Ich lasse sie reifen und schaue mir auch ganz genau ihre Schattenseiten an.
    Dann gehe ich in einem kleineren Kreis in die Veröffentlichung. Als nächstes überlege ich mir dann, wer einen Nutzen aus diesem Ziel hat. Diese Personen suche ich als Unterstützer auf. Ab diesen Zeitpunkt hänge ich das Ziel dann eine richtig große Glocke.
    Nochmals vielen Dank
    Peter

    • Michaela Thiede 18. Oktober 2016 um 07:05 Uhr - Antworten

      Lieber Peter,

      danke für deine Antwort.
      Genauso mache ich es inzwischen auch.
      Gregg Braden hat es in seinem Kurs so erklärt: „die Information dazu ist im Feld und du hast das Geschenk bekommen, sie umzusetzen. Tust du es nicht, wird jemand anders sie aufgreifen und umsetzen“.
      Das fand ich sehr stimmig und das deckt sich mit meiner Erfahrung.

      Liebe Grüße & viel Erfolg für deine Projekte
      Michaela

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