wie man Dinge erledigt, auf die man keinen Bock hat

Wie gehst du mit Sachen auf deiner to-do-Liste um, auf die du gar keine Lust hast, die dich tierisch nerven oder super langweilig sind?

Bei mir ist es so, dass ich diese Sachen meist zügig und zuerst erledige. Einfach, damit ich sie „hinter mir“ habe und nicht mehr länger daran denken muss.

Das war auch schon während meiner kaufmännischen Ausbildung so. Dort gab es einen Ort, der bei uns Azubis besonders unbeliebt war: die Registratur / Ablage. Immer mal wieder wurden wir dort 14 (lange)Tage eingesetzt und unser Alltag drehte sich darum, Rechnungen und Lieferscheine zu sortieren und dann ordnungsgemäß abzuheften.
Eine echt öde Angelegenheit - auch wenn ich die älteren Damen, die dort arbeiteten, schon mochte.

Vielen anderen Azubis hat man ihre Unlust ziemlich angemerkt und beide Seiten waren froh, wenn die 14 Tage um war.
Da ich diese ungeliebten Arbeiten immer „schnell fertig“ haben wollte, habe ich sehr zügig gearbeitet und mich gefreut, wenn ein Stapel „weg“ war.
Genützt hat es nichts, denn es kam immer so viel Nachschub, dass man nie fertig war.
Trotzdem war das bei mir so drin, dass ich auch diese – eigentlich unendliche Geschichte – schnell abarbeitete.

Zugegeben… es gibt auch Ausnahmen.
Die Steuerunterlagen erledige ich erst dann, wenn ich wirklich alle Unterlagen habe, die ich dafür brauche.
Das kann auch mal länger dauern… Aber wenn ich dann alles zusammen habe, dann bringe ich das auch gerne schnell „hinter mich“.

Eine andere Ausnahme steht aktuell noch bei uns auf dem Flur: Kartons und Kisten mit Dingen meiner Mutter, die im Dezember im Altenheim starb.
Mein Bruder hat mir neulich noch die letzten Kartons hergebracht.
Mich durch ihre letzten Habseligkeiten zu wühlen… das schiebe ich wirklich vor mir her.

Unter anderem, weil ich mir fast sicher bin, dass es Dinge geben wird, die ich eigentlich wegschmeißen sollte, weil sie wirklich kein Mensch braucht – aber noch Erinnerungen dran hängen und ich keine Idee habe, wo ich diese Dinge lagern soll…

Aber die Kartons auf dem Flur sind natürlich keine Dauerlösung (zumal nach dem Umzug immer noch genug andere Kartons überall verteilt sind und darauf warten, ausgeräumt zu werden…)

Diese Kartons habe ich mir für heute vorgenommen.

Fällt dir jetzt spontan etwas ein, was du schon länger machen wolltest / solltest, aber nicht gemacht hast?
Nimm dir bitte 2 Minuten Zeit, da mit allen Sinnen „reinzuspüren“.
Was nimmst du wahr?
Wie reagiert dein Körper?
Was sagen dir deine Sinne?
Welche Gedanken sind plötzlich da?

Wie geht es dir damit, dass diese Sache immer noch unerledigt ist?

Wenn du möchtest, dann klopf doch einfach ein paar Runden.

Wie du weißt, fangen wir bei Energy EFT immer mit „Stress“ an.
Klopf also bitte einmal die Punkte durch und sage oder denke an jedem Punkt „Stress“.

Schon viiieeel besser.
Nimm einen tiefen Atemzug und beweg dich, wenn dir danach ist.

Tauche noch einmal in das ein, was du schon länger machen wolltest / solltest, was aber immer noch auf der to-do-Liste steht.
Wie geht es dir jetzt damit?
Wie reagierst du (Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen… nimm alle Sinne mit!) und wie intensiv schätzt du es auf der Skala ein (-10 bis + 10)

Jetzt hast du die Wahl:
Entweder, du fängst mit dem an, was besonders im Vordergrund steht oder du schnürst aus „allem“ ein Paket - ganz, wie du magst.

Du folgst der Anleitung, klopfst die Punkte der Reihe nach – ganz langsam, ganz sanft – und atmest an jedem Punkt tief durch.
Klopf doch 3,4 oder 5 Runden und geh dann noch mal in die Situation. Wie hat es sich verändert?

Wenn es neutral ist, dann kannst du dich fragen: was brauche ich JETZT, um das heute (oder morgen – setz etwas ein, was für dich zeitlich wirklich drin ist!) zu erledigen?

Nimm wie immer das, was dir zuerst in den Sinn kommt – egal, wie komisch es ist.
Wenn du an ein bestimmtes Auto, einen Berg oder etwas anderes Materielles denkst, dann häng einfach „Energie“ hintendran. Dieses-bestimmte-Auto-Energie, Mount-Everest-Energie…
Nicht denken, einfach klopfen.
Du klopfst noch mehrere Runden, bis du entweder auf +10 (oder in der Nähe) bist, es sofort erledigst oder es für dich absolut stimmig ist, es bis zu deinem Tag X erledigt zu haben.

Wie ist das bei dir?

Wie gehst du mit Sachen um, die du nicht magst und auf die du keinen Bock hast?
Machst du sie „einfach trotzdem“?
Lässt du dich dann gerne ablenken und hast plötzlich 1000 andere Dinge zu tun?
Gehörst du zu denen, die sich vornehmen: „das mache ich morgen!“ - und es dann doch nicht machen? Aufschieberitis sozusagen.
Wie ging es dir mit der Übung?

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2018-10-07T17:51:46+00:00

4 Comments

  1. Karin Faust 2. März 2016 um 09:29 Uhr - Antworten

    Hallo Michaela,
    tolles Thema. Ich glaube das kennt jeder.
    Leider musste ich gerade für mich feststellen, dass ich viel zu ungeduldig bin, um dieses Thema auch nur auf 0 zu klopfen. Nach den ersten beiden Runden hat sich gar nichts getan, außer dass ich immer ungeduldiger wurde und mich über mich selber geärgert habe, dass es bei mir wieder mal so schwierig ist und alles so lange dauert.
    Schade. Aber die Idee finde ich toll.
    Vielen Dank dafür.
    Liebe Grüße
    Karin

    • Michaela Thiede 2. März 2016 um 11:50 Uhr - Antworten

      Liebe Karin,
      ich glaube, diese Ungeduld kennt auch fast jeder.
      Aber damit bist du doch auf ein tolles Thema gestoßen: „bei mir ist es wieder mal schwierig und alles dauert so lange“.
      Vermutlich fallen dir dazu noch viele ähnliche Sätze ein, was bei dir „sowieso alles doof“ ist und warum „es bei dir eh nicht klappt“.

      Diese Bremse könntest du zuerst angehen.
      Möglichst mit einer konkreten Situation, in der du dich so gefühlt hast, dass es bei dir „wieder mal schwierig“ ist.
      Dich auf diese Situation einlassen und wahrnehmen, was aufkommt. Gedanken, Gefühle, Bilder, Geräusche… Die Intensität notieren und klopfen. Diese Gedanken, diese Bilder, diese Gefühle, das ändert sich nie, das dauert ewig, ich bin viel zu ungeduldig, das wird nie was… alles, was in dir ist.

      Auch dafür brauchst du etwas Geduld und Durchhaltevermögen, aber es lohnt sich.

      Und – ganz wichtig! – dich NICHT noch dafür fertig zu machen, dass es bei dir länger dauert / schwerer geht / nicht so funktioniert, wie du es gern hättest.
      Feststellen: okay, ist so. Wie kann ich das ändern?
      Und dann loslegen. 😉

      Liebe Grüße
      Michaela

  2. Dagmar 4. August 2016 um 21:12 Uhr - Antworten

    Hallo Michaela,
    bei mir ist es Tagesformsache (wie stark bin ich in der
    Leichtigkeit), ob ich etwas, was ich langweilig finde erledige oder nicht.
    In den Sommerferien z.B., meine Kinder sind jetzt 11 und 13 Jahre alt, kann das schon
    mal länger dauern. Wenn wir im Alltag sind, gibt es auch die schnelle Erledigung bevor
    ich mich lange über mich ärgere, dass es noch liegt.
    Oder ich überrede mich, wenn du das gleich machst, hast du heute abend den Kopf frei.
    Beim Klopfen eben wegen Job und Wohnungssuche bin ich von Streß auf Anspannung und den Gedanken
    du tust es jetzt einfach gekommen. Mut zur Veränderung, verlassen des Sicherheitshochtraktes 🙂 !
    LG Dagmar

    • Michaela Thiede 4. August 2016 um 22:13 Uhr - Antworten

      Hallo Dagmar,

      die Tagesform spielt bei mir auch eine Rolle.
      Da hast du aber eine große gedankliche Änderung hinter dir. Von Stress zu „du tust es jetzt einfach“. Klasse! Ich wünsche dir viel Erfolg beim Finden.

      Liebe Grüße
      Michaela

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