Hochsensibilität, Schmerzen und medizinische Normwerte

Medizinische Normwerte sind nicht alles - besonders für HSP

Schmerzen sind relativ. Du selbst empfindest sie – je nach Situation, deinem Fokus und deinem Allgemeinzustand – verschieden stark und intensiv und kannst besser oder schlechter damit umgehen.
Das ist dir sicher auch schon aufgefallen.

Sich bei Schmerzen mit anderen Menschen zu vergleichen macht gar keinen Sinn, denn was für dich sehr schmerzhaft ist, kann für jemand anderen nicht so schlimm sein und umgekehrt.

Ich bin z.B. sehr schmerzempfindlich, wenn ich mich irgendwo stoße. Mir tut es richtig weh und ich bekomme super schnell blaue Flecke.
Meinem Mann dagegen macht das wenig aus.
Während ich Minuten später noch genau merke, wo ich mich gestoßen habe, hat er es schon längst wieder vergessen.

Umgekehrt ist er empfindlicher, was Hitze angeht. Wenn ich abwasche, dann hätte er das Gefühl, sich im Wasser die Hände zu verbrennen.

Habe ich z.B. einen Splitter im Finger, dann greife ich notfalls auch zu drastischen Maßnahmen, um ihn loszuwerden. Es wird so lange daran rumgepuhlt, bis der Splitter wieder draußen ist. Notfalls mit dem Fingernagelknipser. 
Mein Mann kann sich das nicht angucken und würde das auch nie machen. Das wäre deutlich über seiner Schmerzgrenze.

Wenn du hochsensibel bist, nimmst du Schmerzen noch mal anders wahr.
Wenn du diesen Begriff noch nicht gehört hast, dann möchte ich ihn dir kurz erklären.

Bei Wikipedia steht:

Hochsensibilität (deutsche Terminologie uneinheitlich; auch: Hochsensitivität, Hypersensibilität oder Überempfindlichkeit) ist ein Phänomen, bei dem Betroffene stärker als der Durchschnitt auf Reize reagieren, diese viel eingehender wahrnehmen und verarbeiten. Bisher gibt es jedoch keine eindeutige und allgemein anerkannte neurowissenschaftliche Definition des Phänomens, was Hirnforscher darauf zurückführen, dass die High-Sensitivity-Forschung (HS-Forschung) noch ganz am Anfang steht.“

Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t 

dein persönlicher Filter

Ich beschreibe es immer so, dass meine Filter teilweise „mehr“ durchlassen als bei jemandem, der nicht hochsensibel ist.

Bei mir sind z.B. das Gehör und der Geruchssinn besonders sensibel.

Im Alltag bedeutet das z.B., dass ich etwas viel früher rieche als andere und dann insgesamt auch viel stärker.

Was für andere ein dezenter, kaum wahrnehmbarer Duft ist, das stört mich womöglich schon.
Wenn ich erkältet bin und meine Nase „dicht“ ist, dann rieche ich manchmal trotzdem noch mehr als meine Umgebung…

Viele Menschen lieben Duftkerzen, Duftbäume oder dauerhafte Lufterfrischer, aber mir sind sie zu viel, die Düfte oft viel zu extrem.

Ähnlich ist es mit meinem Gehör.
Ein Fernseher in normaler Zimmerlautstärke kann mir schon in den Ohren weh tun.

Lärm schmerzt

Ich erinnere mich noch gut daran, wenn ich bei meiner Mutter war, die ihr Hörgerät selten getragen hat. Da bin ich wirklich aus der Stube gegangen, weil mir die Lautstärke körperlich in den Ohren wehgetan hat.

Im Alltag stören mich auch laute Haushaltsgeräte. Beim Kauf achte ich mit darauf, dass die Geräte leise sind – es gelingt mir aber nicht immer.
Leider habe ich noch keinen Staubsauger gefunden, der auch in meinen Ohren leise ist.

Mich nervt auch das Piepen unseres Wasserkochers. Er piept, wenn man ihn auf die Platte stellt, wenn man ihn anschaltet, wenn er fertig ist… und das Aufheizen ist auch sehr laut. Ich habe mir angewöhnt, ihn zeitgleich mit dem Raufstellen auf die Platte anzuschalten (und damit ein Piepen weniger zu hören) und dann die Küche zu verlassen, bis er fertig ist.

Mich nervt es, wenn die Waschmaschine piept, weil sie fertig ist – mein Mann hört es oft nicht mal. Zum Glück ist der Summer wirklich nicht laut, aber mir ist es oft trotzdem schon zu viel.

Das ist weder gut noch schlecht – das ist einfach so.

Wie ich die Hochsensibilität bewerte, hängt von mir ab.

Natürlich gibt es Tage, an denen es mich nervt und andere, an denen ich die Vorteile – die es natürlich gibt - besser sehen kann.


Auf den Gebieten, wo ich besonders sensibel bin, darf ich noch mehr darauf achten, dass ich meinen Bedürfnissen gerecht werde.


Wenn es mir irgendwo zu laut ist, dann halte ich mich dort z.B. nicht so lange auf, wie andere oder ich nehme Ohrstöpsel. Da gibt es inzwischen auch tolle Stöpsel für Konzerte usw. mit denen man schon noch hören kann – nur leiser.

Meiner Erfahrung nach ist es so, dass Hochsensible Menschen oft insgesamt feinfühliger sind.
Nicht nur bei sich, sondern auch bei anderen.

Wenn du dich bisher erkannt hast, dann überleg doch mal, wird dir oft gesagt:

  • Woher weißt du, dass es mir nicht gut geht?
  • Du verstehst mich.
  • Du weißt genau, was ich meine.
  • Das ist dir aufgefallen?
  • Wow…du hast immer tolle Ideen.
  • usw.

Das kann sehr wohl im Zusammenhang mit Hochsensibilität stehen.

Aber auch hier zählt natürlich: es passt nie für jeden!
Wir sind Individuen und lassen uns nicht in Schubladen stecken.

Mir hat es geholfen zu wissen, dass es Hochsensibilität gibt, um besser damit umgehen zu können.
Inzwischen gibt es auch schon viele Bücher zum Thema HSP (High Sensitive Person). Wenn du sie noch nicht kennst – hier findest du eine Übersicht. 






Wichtig finde ich auch, freundlich zu sich selbst zu sein. 

Hat man zu dir früher oft gesagt:

  • stell dich nicht so an
  • meine Güte, du machst ein Theater…
  • das ist doch wirklich nicht schlimm
  • Du bist aber auch ein Sensibelchen
  • Du bist aber auch eine Memme
  • übertreib doch nicht immer so
  • mach nicht aus einer Mücke einen Elefanten
  • ...

Wenn dir Vieles bekannt vorkommt, dann achte bitte darauf, dass du dir das alles nicht heute noch selbst erzählst und vorwirfst!

Jemandem, der farbenblind ist, würdest du auch nicht sagen: „meine Güte, ich hab dir schon 5x gesagt, dass das rot ist“ und genervt die Augen verdrehen.

In diesem kostenlosen Basiskurs

stelle ich dir viele Methoden vor, mit denen du auch solche alten Glaubenssätze und das, was es jetzt mit dir macht, wenn du diese Sätze liest, auflösen kannst.

Wenn dir bewusst ist, wie viel „mehr“ deine Filter im Alltag durchlassen, dann ist dir sicher auch klar, dass sich Hochsensibilität auch auf Schmerzen und körperliche Beschwerden auswirkt.

Das hört sich im ersten Moment nicht gerade lustig an – es hat aber den Vorteil, dass du als HSP die Beschwerden früher wahrnimmst und ggf. auch früher gegensteuern kannst. Du sitzt etwas nicht aus, sondern kommst schneller in die Puschen um etwas zu ändern, weil es dich viel früher stört.

In diesem Zusammenhang finde ich es auch wichtig, noch einmal auf „Labornormwerte“ hinzuweisen.

Laborwerte

Ich durfte meine Schilddrüsenwerte immer mal wieder überprüfen lassen. Manchmal habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt, habe mir Blut abnehmen lassen, aber die Werte waren okay.
Das hat mich völlig verunsichert, weil ich doch gemerkt habe, dass „etwas nicht stimmt“…

Bis ich mir eines Tages vom Arzt die genauen Werte (und nicht: alles in Ordnung) und die Normwertgrenzen hab geben lassen.

Dabei habe ich festgestellt, dass die Werte zwar noch innerhalb der schulmedizinischen Norm lagen – aber an der oberen oder unteren Grenze.

Das heißt, dass meine persönlichen Normwerte bzw. die Werte, mit denen ich mich wohl fühle, deutlich kleiner sind.
Mein Toleranzfenster ist deutlich kleiner.

Mir hat das Wissen ungemein geholfen, denn so konnte ich mir die Beschwerden und mein Empfinden erklären und wusste: ich spinne nicht. Ich kann meinem Körper und dem, was ich wahrnehme, vertrauen.

Nicht nur Zeit ist relativ – Schmerzen sind es auch.

Das darf ich mir von Zeit zu Zeit immer wieder bewusst machen.

Es nützt niemandem, wenn du dich vergleichst oder den Eindruck hast: das kann doch überhaupt nicht so wehtun.
Vielleicht übertreibt der andere wirklich (dann hat er auch (s)einen Grund dafür) oder es ist für ihn viel schmerzhafter, als es das für dich wäre.

Toleranz

Auch hier sind wieder Toleranz und Verständnis angebracht.

Das ist ja auch das, was du dir wünschst, oder?!

Hältst du dich für schmerzempfindlich oder eher nicht?
Gibt es Stellen, an denen du besonders schmerzempfindlich bist?
Was nimmst du aus diesem Artikel mit?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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2017-06-02T17:32:04+00:00

15 Comments

  1. Anna 3. Juni 2017 um 08:49 Uhr - Antworten

    Liebe Michaela,
    danke für den tollen Artikel. Gerade das mit den Grenzwerten ist ein toller Gedanke. Ich finde mich in vielem, was Du geschrieben hast, wieder. Besonders die Geräuschempfindlichkeit ist bei uns in der Familie ein Problem, weil meine beiden Kinder natürlich nicht die ganze Zeit ruhig sind und vor allem die Musik-, Wii- und Filmgeräusche aus dem Hintergrund machen mich ganz narrisch. ICh denke, ich werde das mal klopfen 🙂
    Alles Liebe und einen schönen Tag.
    Anna

    • Michaela Thiede 3. Juni 2017 um 09:05 Uhr - Antworten

      Liebe Anna,
      ich bin gespannt, was sich für dich durch das Klopfen verändert.
      Mir hat es geholfen zu wissen, dass es mit der Hochsensibilität zusammenhängt, um besser damit umzugehen, weil ich dadurch für mich eine „Erklärung“ hatte. Mein Kopf mag es Erklärungen sehr. 😉

      Liebe Grüße & auch dir ein schönes Wochenende
      Michaela

  2. Claudia 3. Juni 2017 um 10:48 Uhr - Antworten

    Hallo Michaela,
    ich habe die Hochsensibilität schon vor langer Zeit für mich entdeckt. Obwohl sie verschüttet war im Sinne von “ Du sollst nicht merken“, sodass ich oft nicht wusste, warum ich mich in bestimmten Situationen so unwohl fühlte oder so leicht erschöpt reagiere.
    Bei mir hat es sehr stark mit der Situaiton zu tun oder mit meinem aktuellen Befinden, ob mich z. Bsp.Geräusche stören oder nicht. In einem Stones-Konzert kann ich laut „Satisfaction“ mitbrüllen – und dann nervt es mich wieder, wenn mein Mann seine Hörgeräte nicht drin hat und lauter spricht als mit.
    Meine Fibromyalgie, die ja auch eine Übersensibilität darstellt, sehe ich als direkte Fortschreibung der HS.
    Meine Laborwerte kenne ich allerdings nicht, wäre mal interessant, deine Feststellung für mich zu verifizieren. Ich bin beim homöopathischen Allgemeinarzt, der sich bei mir für Laborwerte noch nie interessiert hat.
    In der Reha war natürlich alles in Ordnung, obwohl ich – nach meiner Hüftgelenks-OP – vor Schmerzen fast die Wand hoch bin.

    • Michaela Thiede 3. Juni 2017 um 11:51 Uhr - Antworten

      Hallo Claudia,
      dass laut Reha alles in Ordnung ist kommt „häufig“ vor, wenn aus medizinischer Sicht alles „okay“ ist. Blöd nur, wenn man es selbst völlig anders wahrnimmt…
      Meine Tagesform entscheidet auch, wie sehr mich etwas stört oder nervt. Je besser ich mich insgesamt fühle, desto besser kann ich auch mit dem „drumrum“ umgehen.
      Ein deutlicher Hinweis dafür zu sorgen, dass man sich möglichst oft möglichst gut fühlt.
      „Eigentlich“ sollten die persönlichen Empfindungen auch mehr im Fokus stehen als irgendwelche Laborwerte. Wie schön, dass es Ärzte gibt, die sich noch mehr für die Menschen interessieren.

      Liebe Grüße
      Michaela

  3. Monika Richrath 3. Juni 2017 um 11:28 Uhr - Antworten

    Liebe Michaela,

    toller Hinweis mit den Laborwerten. Das ist sehr hilfreich. Viele Menschen wissen ja auch gar nicht, dass die sog. „Normwerte“ von Labor zu Labor abweichen. Erst nachdem ich mich bei einer Heilpraktikerin in Behandlung begeben habe, habe ich davon erfahren. So erklärt es sich auch, dass in einem Labor die Werte stimmen, in einem anderen Labor aber nicht …

    So oder so sind die „Normen“ für hochsensible Menschen überhaupt nicht hilfreich, da wir vielleicht andere brauchen, um uns gut zu fühlen.

    Vielleicht wäre es auch noch hilfreich zu wissen, dass die Schmerzempfindlichkeit auch etwas zu tun hat mit der Anzahl im Körper vorhandener Schmerzrezeptoren. Das wäre ja mal ein super Studienobjekt 😉

    Ich selbst habe Schmerzen bislang nur wenig geklopft, obwohl ich an einer chronischen Schmerzkrankheit leide, aber habe über einen längeren Zeitraum sehr gute Erfolge erzielt, indem ich emotionale Themen beklopft habe. Jetzt bin ich fast schmerzfrei 🙂

    Liebe Grüße,
    Monika

    • Michaela Thiede 3. Juni 2017 um 11:57 Uhr - Antworten

      Liebe Monika,
      das macht noch mal deutlich, dass man „Normwerte“ nicht zu wichtig nehmen sollte.
      Generell sind sie bestimmt sinnvoll, aber sie passen nicht für jeden.
      Es zeigt sich auch bei meinen Klienten immer wieder, dass es viel wichtiger ist das, was hinter den Schmerzen steht und die Schmerzen verursacht, zu bearbeiten. Im Akutfall hilft es natürlich, sich dem Schmerz direkt zu widmen, aber das ist dann oft auch eher „Kosmetik“. Wenn man nicht genau hinschauen mag, dann hält die Erleichterung oft nicht lange an.

      Möge sich das „fast“ bei dir auch noch auflösen.

      Liebe Grüße
      Michaela

  4. Claudia 3. Juni 2017 um 12:36 Uhr - Antworten

    Ach , das tut mir jetzt gut zu hören, dass Ihr Laborwerten auch nicht so viel Stellenwert zumesst.
    Ich komm nämlich immer wieder ins Grübeln, ob ich mich nicht doch mal gründlich durchchecken lassen soll. Obwohl ich mich bei meinem Homöopathen supergut aufgehoben fühle und mich vor derm Tag fürchte, an dem er in Ruhestand geht.
    Danke für Eure Bestätigung!

  5. Silke 3. Juni 2017 um 13:58 Uhr - Antworten

    Liebe Michaela, das ist ein toller Artikel! Ich ordne mich ebenfalls den Hochsensiblen zu. 😉
    Gerade mit der unterschiedlichen Schmerzempfindlichkeit rennst du bei mir offene Türen ein. Ich kann z.B. einen blauen Fleck gut hinnehmen, aber das Zupfen von Augenbrauen ist dagegen richtig schlimm… Es ist wichtig, das für sich zu erkennen und dazu zu stehen. Dann kann man beim Arzt oder in der Familie dem (gefühlten) „Stellen sie sich nicht so an!“, ein selbstbewusstes: „Bei mir ist das eben so!“ entgegensetzen. Den verstärkten Geruchsinn kenne ich auch und vor allem muss ich immer aufpassen, dass ich nicht ins „Mit-fühlen“ gehe, wenn jemand sich verletzt hat. Ich habe übrigens vor einer Weile auch einen Blogartikel über Hochsensibilität geschrieben, mit einem anderen Schwerpunkt. Wenn es dir Recht ist, verlinke ich ihn gerne als Bereicherung, weil es so gut passt. Wenn nicht, dann lösche diesen Teil einfach aus dem Kommetar. https://silkekitzmann.de/hochsensibel-eine-modeerscheinung/

    Einen lieben Gruß an dich und vielen Dank für den wertvollen Artikel!
    Silke

    • Michaela Thiede 3. Juni 2017 um 14:57 Uhr - Antworten

      Liebe Silke,
      der Link zu deinem Artikel passt prima. Danke dafür.
      Schon spannend, wie unterschiedlich man selbst Schmerzen empfinden kann, oder?!
      Das „dazu stehen“ darf man vielleicht auch lernen. Bei mir hat es schon gedauert, bis ich es so sehen konnte. Und vor allem, bis ich aufgehört habe, mich zu rechtfertigen. 😉

      Liebe Grüße
      Michaela

  6. Ursula 4. Juni 2017 um 02:05 Uhr - Antworten

    Vielen Dank liebe Michaela für diesel interresanten Artikel,ich bin sehr sehr Schmerzempfindlich,es heisst immer das ist doch garnicht so schlimm, beim Zahnarzt helfen die Spritzen auch nicht so viel. Und so vieles mehr nochmals vielen Dank dass ich „normal“ bin. Wünsche dir schöne Pfingsten.Liebe Grüße Ursula

    • Michaela Thiede 4. Juni 2017 um 11:19 Uhr - Antworten

      Liebe Ursula,
      jeder hat sein eigenes „normal“. 😉
      Dir auch schöne Pfingsten.

      Liebe Grüße
      Michaela

  7. Hela 4. Juni 2017 um 12:15 Uhr - Antworten

    Vielen Dank, liebe Michaela,
    Dein Artikel ist wieder mal genau auf *dem Punkt* getroffen 😉
    Ich zähle auch zu den Sensibelchen, bei denen schon das Normale mehr reinhaut, als bei andern.
    Mein Geruchsinn ist seeehr empfindlich, aber mein Gehör…. das muss ich schon vor langer langer
    Zeit mal *runtergeschaltet* haben :-(, denn heute trage ich HÖrgeräte. Allerdings haben sie für mich
    auch wieder einen Vorteil 😉 – wenn es mir zuviel wird (Verkehrslärm zb) dann kann ich sie abschalten,
    aber sonst sind sie solange ich auf bin auch an, denn sonst höre ich kein Telefon und keine Klingel.
    Auch in punkto Schmerzempfindlichkeit > ..“kann doch gar nicht soooo schlimm sein!“ hör ich oft.
    Werd da mal einiges beklopfen.
    Danke nochmals und schöne Pfingsttage 🙂
    Liebe Grüße Hela

    • Michaela Thiede 4. Juni 2017 um 13:00 Uhr - Antworten

      Liebe Hela,
      erinnerst du dich noch, ob es vor den Hörgeräten eine spezielle Situation gab, die du nicht hören wolltest oder wo du gerne etwas gehört hättest, was dir aber niemand gesagt hat?
      Wenn du da etwas findest, kannst du das gerne auch noch beklopfen.

      Liebe Grüße & schöne Pfingsten
      Michaela

  8. Manu 18. Juli 2017 um 22:19 Uhr - Antworten

    Hallo Michaela,

    bei mir ist es vor allem das Gehör. Wenn sich Menschen in meiner Umgebung etwas lauter unterhalten als normal, bekomme ich richtig Schmerzen in den Ohren. Es fühlt sich dann auch an, als würde der Gehörgang/das Innenohr vibrieren und sich das Gehör am liebsten zurückziehen wollen. Ich sitze dann manchmal mir dezent zugehaltenen Ohren am Tisch 🙂

    Das mit den blauen Flecken ist bei mir genau so, wie du es beschreibst. Und das mit den Händen eigentlich auch 🙂

    Am eindrucksvollsten habe ich meine Sensitivität erfahren, als mein Zahnarzt endlich tatsächlich eine Entzündung auf dem Röntgenbild gefunden hat, die mich schon zwei Jahrzehnte lang quälte (so sehr, dass ich nur noch auf der anderen Seite kauen konnte – aber es war halt nichts zu sehen)! Er wollte keine Wurzelbehandlung machen, solange er nichts entdecken konnte, was ich ihm nicht verüble. Ich spüre auch immer ganz genau, welcher Zahn weh tut, wohingegen mein Mann nur auf den entsprechenden Kiefer zeigt und meint „da irgendwo, ich kann es nicht genau sagen“. Kürzlich war ich auch wieder beim Zahnarzt und sagte ihm, dass mit der Krone was nicht stimmt, die auf dem oben erwähnten Zahn sitzt, aber er konnte nichts finden. Eine Woche später ist ein großer Teil abgeschert …

    Da bin ich wohl Zahnhochsensitiv und spüre die Dinge schon, wenn sie sich noch im Energiefeld befinden 🙂

    Danke für den tollen Artikel!

    • Michaela Thiede 19. Juli 2017 um 07:42 Uhr - Antworten

      Hallo Manu,

      das mit dem Zahnarzt kenne ich auch so ähnlich. 😉
      Ich habe mich früher davon verunsichern lassen, dass man auf den Bildern nichts sieht und mir gesagt: siehste! Da ist nichts! Das bildest du dir nur ein.
      Inzwischen vertraue ich einfach, dass etwas nicht stimmt, auch wenn man es noch nicht immer sehen kann.
      Aber das war ein längerer Prozess und manchmal schleicht sich immer noch mal wieder ein Zweifel ein…

      Liebe Grüße
      Michaela

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