Der Moment der Diagnose – ein Schock?

Erinnerst du dich noch an den Moment der Diagnose?

Wie hast du dich gefühlt?
Wurde sie dir behutsam übermittelt?
Hast du dich gut betreut und aufgeklärt gefühlt?
Hat es dir den Boden unter den Füßen weggezogen?
Fingen deine Gedanken an, alles abzuspielen, was sie schon an „Horrormeldungen“ dazu gehört, gelesen oder sonstwo aufgeschnappt hatten?

Der Moment der Diagnose kann auch später noch eine entscheidende Rolle spielen,

  • wenn du immer noch über den Arzt schimpfst
  • wenn du immer noch empört bist, wie der Arzt bzw. das Personal dich behandelt hat
  • wenn dir schon beim Gedanken an die Situation schlecht wird
  • wenn du damit noch nicht im Reinen bist

Dieser Moment kann verhindern, dass es dir besser geht!

In diesem Artikel habe ich schon beschrieben, wie du deine Schmerzen durch deine Gedanken beeinflusst – bewusst und unbewusst.

Darum ist es ganz wichtig, dir diesen Moment der Diagnose genau anzugucken, ihn von allen Seiten zu beleuchten und so lange zu bearbeiten, bis er für dich okay ist.

Wenn es für dich eine traumatische Erfahrung war, dann geh das Thema bitte nicht alleine an, sondern hol dir Unterstützung!

Ich glaube, es kann sich niemand davon freisprechen, dass Erinnerungen auftauchen, wenn man den Namen bestimmter Krankheitsbilder hört.
Mir geht es zumindest so.
Und meist sind es dann die Geschichten, die nicht gut ausgegangen sind.
Die Erinnerungen mit tiefen und sehr starken Emotionen...

Wie ist es für dich, wenn du den Begriff Krebs hörst?

Denkst du dann

  • an ein Sternzeichen?
  • an ein Tier?
  • an eine Krankheit?
  • an eine bestimmte Person?
  • an Menschen die du kennst, die daran erkrankt sind?
  • an bestimmte Situationen?

Auch wenn ich tatsächlich im Sternzeichen Krebs geboren wurde, verbinde ich mit dem Begriff einzelne Situationen, die mit der Krankheit zu tun haben.

Mein Vater und mein Bruder sind an Krebs gestorben.
Meine Mutter erkrankte mehrmals, hatte durch die Operationen starke Einschränkungen und man könnte sagen, dass sie an den Spätfolgen gestorben ist.

Daher gibt es viele Situationen und Momente, an die ich spontan denke.

Wenn in deinem nahen Umfeld jemand an Krebs erkrankt ist und das gut überstanden hat, dann denkst du vielleicht auch an diese Person und die ganzen Dinge, die ihr daraus gelernt habt.

Solltest du (oder jemand in deinem Umfeld) von Krebs betroffen sein, dann findest du hier auch einen Ansprechparter.

Auch bei allen anderen Diagnosen wird im Unterbewusstsein sofort alles „rausgekramt“, was du jemals zu dieser bestimmten Diagnose gehört, gelesen, gespürt, gedacht oder sonstwie aufgenommen hast.

Hast du mal nach Symptomen gegoogelt und bist dabei auf die Diagnose gestoßen, die du jetzt bekommen hast?

Erinnerst du dich noch an das, was du gelesen oder überflogen hast?
Vielleicht nicht, aber dein Unterbewusstsein hat das alles gespeichert.
Und genau das hat es im Moment der Diagnose wieder rausgekramt.

Alle Ängste, alle Befürchtungen, alle Erwartungen,…

Mein Vater hatte große Angst vor den Schmerzen, obwohl sein Arzt ihm versichert hat, er bekäme immer genug Schmerzmittel.
Da mein Vater aber miterlebt hat, wie seine Ziehmutter sogar im Krankenhaus höllische Schmerzen ertragen musste, konnte er das nicht so richtig glauben…

Dass der Arzt Recht behalten hatte, stellte sich ja erst hinterher raus.

In diesem Fall wäre es sicher hilfreich gewesen, wenn er sich mit anderen Patienten hätte austauschen können, die tatsächlich keine oder minimale Schmerzen hatten.

Diese Befürchtung konnte er leider nie ganz loslassen.

Wenn dir dieser Moment als „der Tag, an dem meine Welt zusammenbrach“ in Erinnerung geblieben ist, dann nimm dir bitte ausreichend Zeit, alle damit verbundenen Gefühle, Gedanken, Sorgen, Ängste und Erinnerungen zu bearbeiten.

Wenn ein Teil von dir sicher ist, dass es „nur schlechter werden kann“ weil du es bei Tante Berta so erlebt hast, wird es schwieriger für dich, schnell gesund zu werden.

Wenn du aber alles bearbeitet hast und sagen kannst: „ja, bei Tante Berta verlief es so, aber ich bin nicht Tante Berta und bei mir darf es positiv verlaufen“, dann ist das ein Schritt in die richtige Richtung.

Wichtig finde ich immer, dass man sich positive Beispiele sucht.

Wenn du zu „deiner“ Diagnose bisher nur negative Dinge gehört hast, dann mach dich auf die Suche nach positiven Krankheitsverläufen!

Es geht nicht darum, falsche Hoffnungen zu wecken, sondern sich für das zu öffnen, was möglich ist.
Und uns daran zu erinnern, dass wir nicht alle Möglichkeiten kennen.

Und denk dran: du bist „mehr“ als die Krankheit / Diagnose!

Oft höre ich Leute sagen: mein Rheuma, meine Rückenschmerzen, mein was-auch-immer.

Wenn etwas „meins“ ist oder ich etwas zu „meinem“ mache, dann fällt es mir oft schwerer, es loszulassen.
Daher ist es gut, es gleich in „die Schmerzen“ umzuformulieren, wenn es dir auffällt.

Wenn dir das schwerfällt, weil du dich schon mit den Schmerzen oder der Diagnose identifizierst, dann kannst du das natürlich auch klopfen oder mit einer anderen Methode bearbeiten. Zum Beispiel:

Auch wenn ich die Schmerzen / die Diagnose zu meinen gemacht habe, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.

Auch wenn ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, ohne diese Schmerzen / diese Diagnose zu leben, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn es mich schockiert, dass ich mir ein Leben ohne Schmerzen / ohne diese Diagnose gar nicht mehr vorstellen kann, bin ich okay, wie ich bin.

Auch wenn ich überhaupt nicht akzeptieren kann und will, dass ich immer „meine Schmerzen“ sage, akzeptiere ich, dass es jetzt so ist. Und ich öffne mich für eine Veränderung.

Mit Ask and Receive könntest du es so angehen:

Es gibt einen Teil in mir der bereits weiß, wie ich die Formulierung „meinen Schmerz“ und „mein(e) ____________“ (füg deine Diagnose ein) vollständig heile, auflöse und aus meinem System nehme. Es ist ein Schmerz / eine Diagnose. Das bin nicht ich. Er ist aktuell mein Begleiter, aber das lässt sich ändern.
Dieser Teil ist bereit, den Rest von mir zu informieren.
Das geschieht gerade mit Gnade und Leichtigkeit.
Mein Körper, Geist und Seele erhalten diese Information.
Die Informationsübertragung ist nun abgeschlossen.

Lass alles los, was nicht deins ist!

Vielleicht ändert sich dadurch schon die Intensität des Schmerzes. Spür doch einfach rein.

Wie geht es dir mit dem Moment der Diagnose?

War das – trotz allem – eine Erfahrung, an die du gelassen zurückdenken kannst?
Oder gibt es noch etwas zu klären?



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Als Energetischer Coach und META Health Master Practitioner bin ich dein Online-Coach für Klopfen und mehr und begleite dich auf deinem Weg in die Schmerzfreiheit. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann melde dich doch für mein kostenloses Kennenlerngespräch an.
2017-05-17T08:28:59+00:00

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