<thrive_headline click tho-post-7287 tho-test-36>Ein Missverständnis mit dem Gesetz der Anziehung</thrive_headline>

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Für mich war es früher eine Art Hassliebe mit dem Gesetz der Anziehung.
Ich habe z.B. die Bücher „The Secret“ und „Bestellungen beim Universum“ gemocht und fand alles sehr schlüssig, aber… 😉
 
Und genau dieses Aber hat dafür gesorgt, dass es eine Hassliebe war.
Aber… es hat für mich nicht funktioniert.

Es gab viele Dinge, die ich mithilfe dieses Gesetzes gerne in mein Leben gezogen hätte. Nur leider hat es nicht geklappt.

Was für mich dann wieder eine Bestätigung war, dass mit mir etwas nicht stimmt (sonst hätte es ja funktioniert, meine Wünsche hätten sich manifestiert und wären quasi magnetisch in mein Leben gezogen worden).
Schließlich heißt es ja das Gesetz der Anziehung.

Während dieser Zeit (und generell während meiner „Selbsthilfetools-Anwendungsphase") habe ich meine Gedanken immer „im Blick“ gehabt.

Beobachtet.
Denke ich nur positive Gedanken?
Negative „darf“ ich nicht denken, weil meine Gedanken ja „wahr“ werden und sich in meinem Leben manifestieren.

Man, war das anstrengend!

Bloß keine negativen Gedanken denken!

Schließlich will ich den Scheiß nicht in meinem Leben haben.
Und ich darf nicht mal denken, dass ich den Scheiß nicht in meinem Leben haben will, weil das ja auch schon wieder negative Gedanken sind…

Es war nicht nur anstrengend, sondern auch frustrierend.
Denn natürlich ist es mir nicht gelungen, keine negativen Gedanken zu haben.
(heute weiß ich, dass es unmöglich ist…)

Rückblickend kann ich sehen, dass mir das Gesetz der Anziehung oder LOA (Law of Attraction) richtig Angst gemacht hat.

Oder besser: ich habe mir damit Angst gemacht.

Und das „nur“ wegen eines Missverständnisses.
Wegen meiner Deutung dessen, was ich gelesen habe.

Zumindest glaube ich nicht, dass irgendwo stand: denke bloß keine negativen Gedanken!

Das war meine Schlussfolgerung.

Und sie war falsch.

Wie oft denken wir: mir platzt gleich der Schädel und wie oft platzt der Schädel dann wirklich?
Und da es auch anderen nicht passiert, kann es nicht daran liegen, dass ich selbst das nicht richtig hinbekomme.

Wir manifestieren doch nicht alles, was wir denken (puh… zum Glück!) – auch, wenn wir aus Gedanken unsere Welt erschaffen.

Heute ist mir auch klar, warum ich mich so schlecht gefühlt habe, wenn sich nicht das manifestiert hat, was ich mir gewünscht oder „her-ge-secret-et“ hatte.

Das hatte mit dem Wunsch an sich NICHTS zu tun.

Das schlechte Gefühl war die Folge meiner Gedanken, dass ich was falsch gemacht habe, dass es anders sein sollte, dass ich zu blöd dazu bin, usw.

Nicht mehr und nicht weniger.

Und was genau ist jetzt das Missverständnis?

Ein Missverständnis ist, dass wir unsere Gedanken ändern müssen.
Dass wir daran arbeiten sollten.
Sie umändern.
„Verschönern“ oder „verbessern“ müssen.

Uns die Gedanken „raussuchen“, die dem entsprechen, was wir uns wünschen und „positiv“ sind.

Was wir nämlich übersehen, wenn wir uns mit den Gedanken beschäftigen, die wir „weghaben“ oder ändern wollen, ist, dass wir die damit verbundenen unerwünschten Gefühle länger wahrnehmen. 

Wir leben im Gefühl unserer Gedanken.

Immer.

Je mehr ich mich z.B. mit dem Gedanken „das schaffe ich nie“ beschäftige, desto mehr nehme ich von den unangenehmen Gefühlen wahr, die damit verbunden sind.

Diese Gefühle sagen nichts darüber aus, dass ich „es“ nie schaffen werde (was ich lange geglaubt habe).
Sie sind sozusagen nur der Rattenschwanz des Gedankens „das schaffe ich nie“.
Sobald ich es mir zutraue und denke „vielleicht schaffe ich es ja doch“, fühle ich mich sofort besser – was aber auch „nur“ das Gefühl des Gedankens ist. (anderer Gedanke, anderes Gefühl)

Blöderweise war mir lange nicht bewusst, dass ich mich auch mit Gedanken beschäftige, wenn ich sie ändern will.
Das hätte ich vermutlich vehement abgestritten.

Aber so lange ich für mich nach einem „positiven Gegenteil“ von „das schaffe ich nie“ suche, habe ich auch „das schaffe ich nie“ im Kopf.
Anders geht’s gar nicht.

Ich kann nicht nach dem Gegenteil von etwas suchen, an das ich nicht denke.

Und wenn ich versuche, nicht an „ich das nie schaffe“ zu denken – tja… wo sind meine Gedanken dann?
Genau… wieder bei dem, was ich eigentlich „loswerden“ will.
An das, woran ich nicht denken will.

Und das führt unweigerlich zu noch mehr von den unerwünschten Gefühlen.
Vertrackt, oder?!

Also ist das Gesetz der Anziehung nur Bullshit?

Nö.
Da ist schon was dran.
Unsere Gedanken erschaffen unsere Realität.

Wenn ich glaube „das schaffe ich nie“, dann erschaffe ich mir damit die Realität, in der ich das nie schaffe.

Wenn ich das Gegenteil glaube, dann wird daraus „meine Welt“ oder „meine Wahrheit“ und in dieser Realität „schaffe ich es“.

Bullshit ist nur, dass ich an meinen Gedanken „rumfummeln“ muss.

Das Gute ist: das, was ich denke, kann sich jederzeit ändern!
Und das macht es auch.
Ständig.

Ich brauche nichts zu tun, um etwas anderes zu denken.
Sobald ich nicht mehr an einem Gedanken festhalte, kommt mir ein anderer in den Sinn.
Immer.
Ohne, dass ich etwas dafür tun müsste.

Und wenn ich weiß, dass zum „Festhalten“ alles gehört, was ich mache, um ihn ändern zu wollen

(nicht dran denken, das Gegenteil denken wollen, ihn bewusst ignorieren…) – warum sollte ich das dann machen?

Ich lasse es einfach.


Und dann ist es wirklich einfach.
Ich muss keinen Schweinehund überwinden oder mich mit Klebezetteln daran erinnern.
Ich erinnere mich automatisch daran (oder werde von meinem System erinnert), dass ich dem Gedanken nicht länger nachhängen muss.

Dieses Erinnern oder bewusst werden katapultiert mich ins Hier und Jetzt.

Automatisch.
Ohne, dass ich etwas dafür „tun“ muss.

Und dann habe ich die Wahl: möchte ich mich mehr um den Gedanken kümmern oder nicht?
Meist möchten wir das nicht.
Und dann gibt es nichts mehr zu tun.
(und ja, ich habe mich auch schon mal bewusst dafür entschieden, sauer sein zu wollen und an dem Gedanken festgehalten)

Durch das Erkennen haben wir den Gedanken losgelassen.

Und es sind automatisch neue Gedanken da.

Vorsicht!
Das könnte auch nach einer Technik klingen.
Nach etwas, was du beeinflussen oder anwenden kannst.
So ist es aber nicht gemeint.
Es geschieht einfach.
Das Erkennen oder Bewusstwerden geschieht.
Ohne dein Zutun.

Es wird dir von innen heraus klar.

Das ist nichts, an dass du dich mit Zetteln (oder womit auch immer) erinnern könntest.

Solange du es nicht erkennst, erkennst du es nicht.
Du kannst nichts „tun“, um es zu erkennen.
So wie du nichts machen kannst, um einen Witz zu verstehen.
Oder wie du nichts tun kannst, um einzuschlafen.
Es geschieht oder nicht.
Wann – darauf hast du keinen Einfluss!

Wenn es ein Gesetz ist – müsste es dann nicht immer und für jeden funktionieren?

Das tut es auch.
Nur haben wir oft eine falsche Vorstellung davon, was „funktionieren“ bedeutet.
Oder wie die Mechanismen wirken.
Es liegt ein Missverständnis vor.

Wenn wir erkennen, WIE es wirkt, dann sehen wir auch, dass es IMMER wirkt.

Das „Problem“ liegt darin, dass man es mit Worten nicht beschreiben kann. Zumindest nicht so, dass es bei jeden gleich ankommt, da jeder die Worte anders deuten kann.

Wir haben aber nur Worte oder Metaphern.

Ich habe mir damit ein Bein gestellt, dass ich dachte, ich darf keine negativen Gedanken mehr denken. (es gab viele logische Begründungen dafür)
Und mir damit eine unlösbare Aufgabe gestellt. 

Das stand so nirgendwo – war aber meine Interpretation dessen, was ich gelesen habe.

Der logische Umkehrschluss.
(M)ein Missverständnis mit dem Gesetz der Anziehung.

Kennst du die Bücher, Filme oder das LOA, das Gesetz der Anziehung? Hast du damit in dein Leben gezogen, was du wolltest? Hattest du dieses Missverständnis auch?
Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Die Drei Prinzipien erklären, wie wir Menschen funktionieren und wie Probleme und Leiden entstehen. Ich verstehe ich mich als eine Art Wegweiser und liebe ich es, meine Klienten auf den Ort, an dem zu jedem Zeitpunkt die perfekte Lösung zur Verfügung steht, aufmerksam zu machen.

Michaela Thiede


Tags

Gesetz der Anziehung, Gesetz der Anziehung funktioniert nicht, Law of Attraction, LOA


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  • Einfach nur klasse, wie du das beschreibst, Michaela!
    …an Gedanken herumfummeln müssen…
    Herrlich. Jeder Satz ein Volltreffer.
    Es ging mir übrigens genauso mit dem ganzen Secret-Kram:
    irgendwie wahr, aber letztlich…, neia.

    • Genau, irgendwie wahr, aber naja…
      So habe ich „The secret“ auch empfunden, Hannelore. Und den Fehler für das „naja“ bei mir gesucht.
      Dabei war es „nur“ ein Missverständnis. 🙂

      Liebe Grüße
      Michaela

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